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Outdoor-Workout

von KristinaKollmeier (Kommentare: 0)

Sommerzeit ist Outdoor-Zeit!

Die Tage sind lang, die Natur üppig grün. Damit bietet die schönste Zeit des Jahres vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Und Bewegung ist die allerwichtigste Maßnahme für die Gesundheit! Sie ist sogar Grundvoraussetzung für das normale Funktionieren des menschlichen Körpers.

Doch auch wenn die Tage länger werden, fällt es uns im Alltag oft schwer für mehr Bewegung zu sorgen. Gewohnheiten zu verändern ist nämlich meist nicht ganz so einfach. Damit das gelingen kann, ist besonders wichtig, dass die Veränderung schnell positive Effekte hat (Wohlbefinden etc.) und Freude macht. Auf Vorrat kann man nicht trainieren und alles, was sich nicht langfristig und natürlich in den Alltag integrieren lässt, ist unglaublich mühsam oder langfristig nicht umsetzbar. Hier kommt die erste gute Nachricht: Gesundheit braucht nicht zwingend Sport, nur immer Bewegung! Es muss sich also niemand mit extremen Workouts schinden und sich anschließend schlecht fühlen, wenn er das auf Dauer nicht durchhält. Die Wissenschaft zeigt, dass jede Steigerung der regelmäßigen körperlichen Aktivität einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen bringt. Und dieser Effekt ist besonders bei bisher Inaktiven oder nur sporadisch Aktiven groß. Schon einfache, kleine Veränderungen im Alltag bringen uns also voran: Treppe gehen statt Aufzug fahren, das Auto mal bewusst etwas weiter weg parken oder eine Haltestelle zu früh aussteigen senkt das Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenbeschwerden und Burn-Out deutlich und sorgt schnell für mehr Wohlbefinden. Kommen schöne Naturerlebnisse hinzu, wird es umso mehr zu einem Gewinn für Körper und Seele. Und da hat unsere Region viel zu bieten. So lässt es sich vielleicht Schritt um Schritt in Bewegung kommen.

Bielefeld, Halle und Umgebung punkten mit besonders viel Wald und Grünflächen; dort lässt es sich auch an den besonders warmen Tagen noch am besten aushalten. Für alle die es grundsätzlich gemütlicher mögen, sind Spaziergänge, Wanderungen und Radfahren empfehlenswert. Möglichkeiten die Motivation positiv zu beeinflussen gibt es viele, wenn man zum Beispiel für Erlebnisse am Wegesrand sorgt oder ein schönes Ziel einplant. Beispiele und Ideen hierfür gibt es einige:

Der „Weg für Genießer“ ist einer von zahlreichen Wanderwegen der Umgebung, der pro Etappe besonders einen der 5 Sinne anspricht und schöne Einkehrmöglichkeiten bietet. (Info unter www.genießerweg.de)

Rund um die „Johannisnacht“ (Ende Juni) locken Glühwürmchen in lichten Wäldern und Grünzügen zu märchenhaften Abendspaziergängen. Die besten Tage dafür werden meist in den Tageszeitungen bekannt gegeben.
Vielfältige Angebote für geführte Wanderungen mit Lern- und Erlebnischarakter haben auch die Volkshochschulen und diverse Naturschutzverbände. Als Beispiel seien hier nur mal zwei Angebote wie Kräuter- oder Wolfswanderungen genannt. Oder wie wäre es mal mit einer Führung in der eigenen Stadt?
Für alle Technikaffinen können Schrittzähler, Fitnessarmbänder und Smartphone-Apps gute Motivatoren sein. Schrittwettbewerbe im Freundes- und Familienkreis (Stichwort: Wer sammelt mehr?) werden so manchem Ehrgeizigen ein paar Meter mehr entlocken. Auch das „Geocaching“, eine Art GPS-gesteuerte Schatzsuche, eignet sich bestens, um mit Spaß in Bewegung zu kommen.
Spielerische Aktivitäten in Garten oder Park haben den Vorteil, uns ganz nebenbei und unterschiedlich intensiv in Bewegung zu bringen. Beispiele hierfür wären Boule, Wikingerspiel, Frisbee oder Federball. Geselligkeit ist ebenfalls etwas, was der Gesundheit und dem Wohlbefinden gut tut, vor allem wenn man in Bewegung ist. Um den Bewegungsradius zu erweitern und Neues zu entdecken, sind E-Bikes bestens geeignet. Der Grad der Sportlichkeit und der gewünschten Anstrengung lassen sich immer selbst bestimmen und damit auch Höhen leicht überwinden. So lässt sich - ein großartiges Gefühl -  jeder Autostau umfahren! Eine echte Alternative, zum Beispiel für Pendler.

Neben Beachvolleyballanlagen am Obersee in Bielefeld oder in Freibädern finden sich für die, die es sportlicher mögen, inzwischen in etlichen Parks Sportgeräte und Anleitungstafeln zum Training von Kraft, Beweglichkeit und Koordination. Aber auch einfache Parkbänke und Baumstämme lassen sich ganz einfach für vielfältige Übungen nutzen, quasi als Open-Air-Fitnessstudio. Die Zeiten, dass Leute komisch gucken wenn Bordsteinkanten, Bänke etc. als kostenlose Sportgeräte genutzt werden, sind vorbei. Längst hat sich der Outdoorsport auch abseits vom Joggen, Walken oder Bolzen und Skaten etabliert. So bieten inzwischen etliche Anbieter in den Städten gezielt Sportkurse im Freien an. Das Angebot reicht von klassischem Laufen und Walken über Functional Training, Crosstraining, Yoga, Pilates, Tai Chi und Qi Gong bis zu zielgruppenspezifischen Angeboten wie Rückenfitness, 50+ oder Buggyfit (Für Mütter und Väter mit Kind). Wer also lieber in einer Gruppe Sport treiben möchte oder einfach mit fachkompetenter Anleitung, findet hier zahlreiche Möglichkeiten.

Eine Kooperation von Bielefeld Marketing mit dem Sportbund Bielefeld und Crossout Outdoor Training bietet eine ganze Reihe kostenloser Kursangebote im Bielefelder Parkanlagen (Orte und Termine zu finden auf www.bielefeldkommtraus.de).

Abwechslung beim Laufen bieten die seit einigen Jahren zunehmend populäreren Matsch- und Geländeläufe. Die Volkshochschule (VHS) Bielefeld hat beispielsweise einen „Mud Running“-Kurs im Programm. Eine Schlammschlacht, aber im besten Sinne!
Achten sollte man beim Outdoor-Workout auf wetterangepasste Kleidung. Bei körperlicher Aktivität und großer Wärme sollte die Kleidung insbesondere locker und atmungsaktiv sein. Außerdem benötigt der Körper zusätzlich Flüssigkeit. Beides ist wichtig zur Kreislauf- und Thermoregulation.
Sonnenschutz durch Sonnenschutzmittel oder geeignete Kleidung sollte selbstverständlich sein.

Generell gilt, je anstrengender die Aktivität im Freien und je unsportlicher wir noch sind, desto mehr sollte die größte Hitze und pralle Sonne gemieden werden. Dies zum einen wegen der dann hohen Kreislaufbelastung und bei Ozonwarnung. Die beste Tageszeit für sportliche Aktivität im Freien ist ca. vor 10:00 und nach 19.00 Uhr.

Wer aufgrund von Vorerkrankungen unsicher bezüglich körperlicher Aktivität ist, sollte am besten zuvor seinen Arzt oder seine Ärztin befragen. Er oder sie kann spezielle Empfehlungen für Art und Dosierung der Aktivitäten geben, oder auch bei eventuellen  Anpassungen der Medikation beraten .
Nur in den seltensten Fällen ist von Bewegung abzuraten.

Also: Nix wie raus!

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