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Dysplasie

von Olga Tarusinov (Kommentare: 0)

Unter einer Dysplasie (aus dem Griechischen: Fehlbildung, fehlerhafte Ausbildung) versteht man eine Gewebeveränderung am Gebärmutterhals. Die Zellen des Gewebes am Gebärmutterhals (Cervix) unterliegen einem ständigen Wandel. Bei einer Dysplasie bilden sich jedoch Zellen, die in ihrer Beschaffenheit nicht typisch für das Gewebe des Gebärmutterhalses sind. Die Zellveränderung wird meist nur durch eine Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs festgestellt. Bei einer Dysplasie handelt es sich  nicht um Krebszellen, aber eine Dysplasie kann sich zu einer Krebserkrankung entwickeln.

Meist bilden sich geringe Veränderungen von allein wieder zurück. Hierbei spricht man dann von einer leichten Dysplasie. Diese wird kontrolliert, um festzustellen, wie sich Veränderungen entwickeln. Bei einer hochgradigen Dysplasie wird deutlich anders vorgegangen: Bei dieser kann mit der Zeit Krebs entstehen. Daher wird im Falle einer hochgradigen Dysplasie meist operiert und die Zellveränderung entfernt. Ursachen für solche Veränderungen an der Haut und den Schleimhäuten können zum Beispiel Humane Papillomaviren (HPV) sein. Es gibt rund 100 verschiedene Typen, einige davon sind krebserregend. Die Viren werden in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen. Regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen werden daher allen Frauen im geschlechtsreifen Alter empfohlen. Seit einigen Jahren gibt es für Mädchen eine Schutzimpfung, diese wurde 2018 auch für Jungen eingeführt und wird ab 9 Jahren empfohlen. Im Gynäkologischen Krebszentrum des Zentrums für

Frauenheilkunde am Klinikum Bielefeld Mitte wird für Frauen mit einer Dysplasie eine Sprechstunde angeboten. Im Rahmen der damit einhergehenden Untersuchung werden mit Hilfe einer Kolposkopie (Untersuchungsmikroskop mit Vergrößerungstechnik) mögliche Veränderungen am Muttermund, in der Scheide oder an den Schamlippen genauer eingegrenzt und beurteilt. Sollte eine Probeentnahme (Biopsie) erforderlich sein, wird diese meist in derselben Sitzung und mit örtlicher Betäubung durchgeführt.

Was Sie für einen Termin in der Dysplasie-Sprechstunde benötigen:

  • eine Überweisung von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt
  • aktuelle PAP-Abstrich-Ergebnisse von den letzten drei Untersuchungen
  • wenn vorhanden Kopien von HPV-Test, Voroperationen, Medikamentenplan, Allergiepass


Dysplasie-Sprechstunde:

Sprechzeiten: Mittwoch: 8:00 Uhr - 12:00 Uhr
Terminvereinbarung über die Gynäkologische Ambulanz
Telefon: 05 21. 5 81 - 32 71
Montag bis Donnerstag: 8:00 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag: 8:00 Uhr - 14:00 Uhr

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