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Darmkrebs - Warum eine angemessene Ernährung für Erkrankte wichtig ist

von visite3 (Kommentare: 0)

Darmerkrankung, wie Darmkrebs, stellen viele Patienten und Patientinnen vor besondere Herausforderung bei der Ernährung. Zwar sind diese von Patient zu Patient unterschiedlich, trotzdem ist grundsätzlich eine ballaststoffreiche Vollwertkost zu empfehlen, so Elisabeth Gutzmann Ernährungsberaterin und Diätassistentin und Fachberaterin der Krebsgesellschaft.
Eine ballaststoffreiche Ernährung trägt dazu bei, das Risiko für Darmerkrankungen und auch Darmkrebs zu verringern. Wichtige Bestandteile der Ernährung sind z.B. Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen und Vollkornprodukte. Auch Gemüse sollte einen großen Anteil der Ernährung ausmachen, denn dieses enthält nicht nur Ballaststoffe, sondern auch andere wichtige Nährstoffe.

Besonders wichtig ist eine ausreichende Energiezufuhr, da der Zeitraum der Therapien sehr kräftezehrend ist und auch der Grundumsatz also Energiebedarf im Ruhezustand erhöht ist. Ideal wäre es die Muskelmasse und auch das Gewicht zu halten. Sollte es doch zu einem stärkeren Gewichtsverlust (mehr als 10% des Körpergewichts) kommen, ist nach der Ursache zu forschen.
Die Aufnahme von hochwertigen Eiweißen aus pflanzlichen Quellen ist zu begrüßen, auch die nötigen Fette, besonders ungesättigte Fettsäuren, werden am besten durch eine pflanzenbasierte Ernährung aufgenommen. Zusätzlich kann bei der operativen Entfernung von Darmsegmenten die Nahrungsmittel und Nährstoffaufnahme beeinträchtig werden, eine geeignete Spezialnahrung kann dann erforderlich werden.

Zur Ernährung bei und nach Darmkrebs empfiehlt Prof. Dr. hc. (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert eine ausgewogene und ballaststoffreiche Kost. Wichtig ist dabei, dass auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet wird, da die Aufnahme von mehr Ballaststoffen ohne deutliche Steigerung der täglichen Trinkmenge nachteilige Folgen haben kann. Außerdem sollte jeder darauf achten, viel Obst und Gemüse (mindestens 5 Handvoll täglich) zu essen, um seinen Bedarf an Vitaminen und Spurenelemente zu decken, der besonders bei bösartigen Erkrankungen deutlich erhöht sein kann. Prof. Löhnert ist seit 2000 Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie und Koloproktologieam Klinikum Bielefeld Rosenhöhe und Facharzt für Chirurgie, Schwerpunkt Viszeralchirurgie und Proktologie.

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